(19/10/01) In Deutschland steht nach den Anschlägen in den USA auch die Sicherheit des Internets ganz oben auf der Tagesordnung. Je stärker sich eine Gesellschaft auf die Vernetzung ihrer Computersysteme verlasse, desto verletzlicher sei sie für Hackeranschläge, sagte Michael Dickopf vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
In einer Simulation will das bayerische Sicherheitsunternehmen IABG (www.iabg.de) den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit dem BSI, der Bundesregierung und wichtigen Infrastrukturbetreibern wie Stromversorgern herausfinden, wie groß die Gefahr durch Hackerangriffe tatsächlich ist. Dabei gehe es darum, zu erkennen, welche Auswirkungen ein Stromausfall oder die Störung von Bankautomaten habe und wie ein Krisenstab zusammenarbeiten könne, wenn schlagartig kritische Infrastrukturen und Informationstechnologien gestört sind, sagte Reinhard Hutter von der IABG.
Von einer konkreten Gefährdung spricht Dickopf zwar nicht, weil das Internet als Angriffsziel für Terroristen denkbar ungeeignet sei. Man könne das Netz aufgrund seiner dezentralen Struktur kaum komplett ausschalten, sondern bestenfalls verlangsamen. Trotzdem beteilige sich auch das BSI an dem Planspiel, das im November beginnen soll, sagte Dickopf. Schwachstellen müssten entdeckt werden, bevor Terroristen sie nutzen können.
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